Am Samstag, 24. August, sind alle Interessierten wieder zu einem besonderen Stadtspaziergang zu Orten vergangenen jüdischen Lebens in Bad Soden eingeladen. 

Bad Soden verfügte bis zum Zweiten Weltkrieg über eine orthodoxe jüdische Gemeinde. Steinerne Zeugnisse dieser Zeit und des Lebens der Juden in der Stadt finden sich beispielsweise in großer Zahl auf dem jüdischen Friedhof an der Niederhofheimer Straße. In der Sodener Gesellschaft und Kultur waren die jüdischen Nachbarn gut integriert.

Darüber bestens berichten können „Jenny Lippmann“ – eine jüdische Putzmacherin, also Hutmacherin –, und der ihr sehr gut bekannte Kurgast Jakob Orschützer. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Beiden am Samstag, 24. August 2019, um 15:00 Uhr zu begleiten.

„Jenny Lippmann“ wird selbstverständlich einen ihrer modernen exquisiten Hüte tragen, wenn sie ihre Gäste am Treffpunkt Sauerbrunnen / Zum Quellenpark 24 in Empfang nimmt. Die Teilnehmer der Führung dürfen sich auf einen Rundgang der etwas anderen Art freuen. Die Putzmacherin und ihr Kurgast kennen sich gut aus im Alltagsleben der Sodener Juden, denn „Jenny Lippmann“ ist in der Tat eine authentische Persönlichkeit, die in der heutigen Buchhandlung Riege (Zum Quellenpark 21) ihr Geschäft betrieb. Die Teilnehmer der Führung bekommen von „Jenny Lippmann“ und dem Kurgast Orschützer Einblicke und Erkenntnisse aus erster Hand.

Der unterhaltsame wie geschichtlich interessante Stadtrundgang von circa 90 Minuten beginnt an der Kreuzung Brunnenstraße/Zum Quellenpark und führt an ihrem Hutsalon vorbei in den östlichen Teil der Stadt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für weitere Informationen steht die Stadt Bad Soden am Taunus unter der Telefonnummer 06196 / 2 08 – 415 gerne zur Verfügung.

Quelle: Stadt Bad Soden am Taunus 
Die Referenten: Elisabeth Hammerbeck und Sven Hammerbeck der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V.