Heckmann - Benjamin und seine Väter Cover

Aus der Reihe „Frankfurt liest ein Buch“ : Herbert Heckmann – Benjamin und seine Väter

Bereits zum achten Mal bewegt die Aktion „Frankfurt liest ein Buch“ unsere Region. Diesmal mit einem Roman des bekannten Autors Herbert Heckmann.

Aus dem Klappentext:

Benjamin Weis erblickt 1919 in Frankfurt als Sohn der ledigen Kanzleigehilfin Anna das Licht der Welt, vom Vater fehlt jede Spur. Der Anwalt Fritz Bernoulli nimmt sich der jungen Familie an, stellt Wohnung und Unterhalt zur Verfügung. So wächst Benjamin trotz der widrigen Umstände behütet in der Bergerstraße heran. Er taucht ein in die Welt von Don Quijote und Robinson Crusoe und erlebt mit seinen Freunden kleine und große Abenteuer. Doch da seine Mutter auf seine Fragen nach dem Vater ausweichend mit Märchen antwortet, muss sich Benjamin eben selbst immer neue Väter erfinden.
Herbert Heckmann zeichnet ein Panorama der zwanziger und dreißiger Jahre in Deutschland aus der Perspektive eines Kindes, das sich auf viele Dinge keinen Reim machen kann. Warum sein Ziehvater als Vaterlandsverräter beschimpft wird, warum niemand einschreitet, als ein angeblicher Kommunist auf der Straße zusammengeschlagen wird, warum sein jüdischer Freund nach Amerika auswandern muss, auf diese Fragen erhält der jugendliche Benjamin immer noch keine Antworten. Und so lautet sein Fazit: „Ich scheiße auf alle Väter, die uns ein solches Leben eingebrockt haben.“

Herbert Heckmann wurde 1930 in Frankfurt geboren, sein umfangreiches Werk umfasst neben Erzählungen und Romanen, auch Kinder- und Kochbücher sowie ein Wörterbuch der hessischen Mundart.

Das Ausnahmetalent Herbert Heckmann war unter anderem Mitherausgeber der Neuen Rundschau, freier Mitarbeiter beim HR, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Professor für Gestaltung in Offenbach am Main. Er starb 1999 in Bad Vilbel.

Sein Roman „Benjamin und seine Väter“ ist sowohl als Hardcover Ausgabe und als Hörbuch-Version bei uns erhältlich.